events
Vielleicht findest du Worte für das, was du bisher nicht sagen konntest.
Du möchtest eine Lesung buchen oder hast Interesse an einem gemeinsamen Event?
Melde dich gerne via E-Mail oder verwende das Kontaktformular auf der Startseite.
Lesungen
12.03.26 • 18 Uhr:
Gemeimdeamt Pernitz (Nö) | Buch 1
07.05.26 • 19 Uhr:
Café Frau Tinz Neunkirchen (Nö) | Buch 2
22.05.26 • 18 Uhr: Gemeinschaftslesung d. Literaturplattform Piestingtal in Wöllersdorf | Buch 2
12.06.26 • 19 Uhr:
Bibliothek Lanzenkirchen (Nö) | Buch 1
23.07.26 • 19:30 Uhr: Bücherei Altenmarkt (Sbg) | Buch 2
Events
14.03.26:
Buchzauber Hannersberg inkl. Lesung um 14:25 | Buch 1
20.-21.06.26:
Buchrausch Wels inkl. Lesung am 20.06 um 11:30 | Buch 2
11.04.26: Bücherball Wien
Stattgefundene Lesungen
BUCH 1:
09.10.25: Bücherei Pottendorf // 21.11.25: Kulturverein Murau // 22.11.25: Hacker Haus Bad Erlach // 06.12.25: Weihnachtslesung Festsaal Wöllersdorf (Literaturplattform Piestingtal) // 21.01.26: Bibliothek im Zentrum Wr. Neustadt // 06.02.26: Tenniscenter Knöbl Marz
Stattgefundene Events
30.08.25: Buchmesse Buchliebe Gänserndorf // 20.09.25: Bodensee-Buchmesse Wien // 27.-28.09.25: Buchmesse Buch Berlin // 18.10.25: Buchmesse Bücher(T)räume Mariahilfberg // 08.11.25: Buchmesse Bücherzaber Burg Forchtenstein // 23.-26.11.25: Servus Literatur Akademie
Der Autoren-Adventkalender ...
... öffnet im Advent seine Türchen.
Jedes davon hält einen kurzen Text rund um die Themen Winter, Advent und Weihnachten bereit.
Meine Kalender-Texte sind Auszüge aus meinen Büchern. Du findest sie weiter unten aufgelistet.
Auch zur Osterzeit gibt's einen Kalender.
Hier versteckt sich hinter jeder Zahl eine Geschichte o. Ä. passend zum Frühling und/oder zur Osterzeit.
Die Kalender bleiben für die Folgejahre gespeichert.
HIER geht's direkt zu den Kalendern!
Ostern 2025: Karsamstag im Kino (Türchen Nr. 19)
Ostern 2026: Osterratschen (Türchen Nr. ?)
Mein aktueller Text zum
Osterkalender 2026 ist ein Auszug aus meinem Memoir "Zufrieden reicht mir nicht":
Osterratschen
10.04.2004
Ich muss etwas erzählen, gestern war es: Wir waren ratschen, um dreiviertel sechs am Abend. Ich hatte keine Lust schon wieder ratschen zu gehen, aber zu Ostern muss es wohl sein. Es war kalt und ich hoffte, dass unsere Gruppe in der Haier-Siedlung gehen durfte, weil es die kürzeste Runde war. Es gab eine Diskussion zwischen der Burschengruppe und uns. Keine Entscheidung. Dann setzte sich einer der Jungs durch, somit gingen sie die Haier. Na super! Jetzt war ich noch grantiger. Wir sollten also an der Hauptstraße ratschen. Na gut, dachte ich, jetzt erst recht!
Beim Aufsagen des Ratschenspruchs verstellte ich meine Stimme, wurde einmal lauter, dann leiser, einmal tiefer, einmal höher ... betonte aber trotzdem alles so, dass man es verstehen konnte. Ich war stolz auf mich und die anderen lachten sich schlapp. Dann ging ich noch hinter einem Busch aufs Klo, was natürlich auch die ur Gaudi war. Ich hatte das Gefühl, dass mein gesamtes Selbstbewusstsein zum Vorschein kam. Es war sowas von cool, mich so frei zu schreien; wahrscheinlich hat mich ganz Prenitz gehört. Nach dem Ratschen war ich immer noch total überdreht und tratschte so laut und verrückt mit Anja, dass es vermutlich wieder jeder hören konnte.
Daheim hab ich’s Mama erzählt, aber die war weniger begeistert...
Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Die schüchtern geglaubte Elja aus dem Gymnasium, die sich nie Kontra zu geben traute, war an diesem Abend die Alleinunterhalterin einer ganzen Gruppe. Die anderen lachten über mich, doch sie lachten mich nicht aus. Eher erfreuten sie sich an dem, was ich von mir gab, stimmten in meine gute Laune mit ein. Das Ratschenereignis machte mir unglaublichen Mut. Ich bewies mir sozusagen selbst, dass noch etwas anderes in mir schlummerte. Dass mehr in mir steckte, als ich in der Schule nach außen hin zeigte. Womöglich sogar mehr, als mir selbst bewusst war; ich konnte es nur erahnen. Ich erkannte, dass ich es sehr wohl aus meiner Haut schaffte, solange ich mich in Gegenwart anderer nicht kleiner fühlte als sie. In meiner Ratschengruppe war ich eine der Ältesten. Niemand wirkte bedrohlich auf mich, keinen fürchtete ich. Im Gegenteil: Ich spürte, wie sie zu mir aufblickten – nichtsahnend, dass ich woanders als sonderbares Mobbingopfer abgestempelt wurde. Es war ein schier überwältigendes Gefühl, mich in dieser Rolle zu erleben.
Ich nahm mir fest vor, mich im nächsten Schuljahr von Anfang an entsprechend zu präsentieren. Nun, da mir klar geworden war, was ich in meiner derzeitigen Lage an Selbstentfaltung verpasste, wollte ich am liebsten alles nachholen. Sodann würde ich mich nicht damit zufriedengeben, keine Außenseiterin mehr zu sein und ein, zwei gute Freunde in der Klasse zu haben. Nein, ich wollte mehr, viel mehr. Spätestens in der neuen Schule wollte ich das Ganze: Elja sollte der Star der Klasse sein. Sie sollte sich so frei entfalten, wie sie es beim Ratschen getan hatte. Sie sollte das Mädchen verkörpern, das die anderen Schülerinnen bewunderten und auf das die Burschen abfuhren. Eine neue Umgebung, in der sie ihre Opferrolle ein für alle Mal hinter sich lassen konnte, würde ihr schon dabei helfen.